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Innovationen für eine leise Bahn

Beim Thema Schallschutz setzt die Bahn auf technische Innovationen und die konstante Weiterentwicklung bestehender Systeme. Eine deutliche Lärmreduzierung wird nicht durch weniger Verkehr auf den Schienen erreicht, sondern durch eine Förderung von technischen Maßnahmen für eine leise Bahn. Die Umrüstung der Fahrzeugflotte auf geräuscharme Bremsen ist dabei ein weiterer Schritt auf diesem Weg. An Stelle der herkömmlichen Grauguss-Bremssohlen sorgen neuartige Verbundstoffbremsen nun auch bei den Güterwagen für niedrigere Schallemissionen.

Wenig Lärm, niedriger Abrieb

Bei neuen Wagen werden seit 2001 Komposit-Bremssohlen (K-Sohle) mit einem angepassten Bremssystem eingebaut. Die leisen Bremsklötze bezeichnet man alternativ auch als Flüsterbremse. Schallemissionen bei diesen leisen Güterwagen werden um bis zu 10 dB(A) reduziert, in der menschlichen Wahrnehmung entspricht das bereits einer Halbierung des Schienenlärms. Eine deutlich günstigere Variante ist die seit 2013 zugelassene LL-Sohle („low noise, low friction“) für die Umrüstung der bestehenden Fahrzeugwaggons, die lediglich ein Drittel der Kosten einer K-Sohle beträgt, da hier das Bremssystem nicht ausgetauscht werden muss. LL-Sohlen verhindern durch ihre Beschaffenheit das Aufrauen der Räder und erreichen damit ebenfalls eine deutliche Lärmreduzierung. Es gilt: Je glatter die Oberfläche von Rad und Schiene, desto leiser ist der Zug.

Gearbeitet wird außerdem an technisch optimierten Schallschutzwänden in Form von gestalterischen und materiellen Anpassungen. In der Testphase befinden sich auch weitere Innovationen, die besseren Lärmschutz garantieren. Zum Beispiel Schienenstegdämpfer, die als Resonanzkörper an beiden Seiten der Schiene angebracht werden und die Schwingungen der Gleise verringern. Zusätzlich wirken kleine Schienenstegabschirmungen ähnlich wie Schallschutzwände, indem sie die Ausbreitung des Luftschalls durch ihre hochabsorbierende Funktionsweise verhindern.