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Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Bei Großbauprojekten sind durch bauliche Maßnahmen Beeinträchtigungen der Umwelt nicht immer zu vermeiden, falls möglich werden diese minimiert oder aber durch entsprechende ökologische Maßnahmen ausgeglichen. Der Landschaftspflegerische Begleitplan legt alle notwendigen projektspezifischen Naturschutzmaßnahmen fest. Im Vordergrund stehen dabei besonders die Schutzbestimmungen bestimmter streng geschützter Tierarten wie Amphibien, Vögel und Fledermäuse.

Im unmittelbaren Umfeld der Bahnstrecke beziehen sich diese Maßnahmen zum Beispiel auf die Umsiedelung und den Schutz der vom Bau betroffenen Tierarten sowie auf eine harmonische Einbindung der Bauwerke in die Landschaft. Auch in trassenfernen Bereichen kommen in der Regel Kompensationsmaßnahmen zum Einsatz, unter anderem die Renaturierung von Gewässern oder Aufforstungen von Wäldern.

Eingriffe in die Natur können durch eine frühzeitige und gründliche Projektplanung vermieden werden, zum Beispiel durch die Nutzung von Ausweich- und Wendeflächen anstelle einer zweispurigen Baustraße. Ebenso werden bei Gehölzarbeiten Vogelbrutzeiten berücksichtigt und Schutzgebiete bei der Streckentrassierung umgangen.

Erfolgreicher ökologischer Ausgleich

Können Eingriffe in die Natur nicht vermieden werden, sorgen Kompensationsmaßnahmen für einen ökologischen Ausgleich der für den Trassenbau beanspruchten Flächen. Ein gelungenes Beispiel ist die Beweidung des ehemaligen Truppenübungsplatzes Campo Pond in Hanau durch Przewalski-Urwildpferde. Seit 2009 übernehmen die Wildpferde die Pflege des Naturschutzgebietes: Sie verhindern das Anwachsen von Sträuchern und Bäumen und fördern den Wuchs von arten- und blumenreichen Wiesenflächen.

Das Beweidungsprojekt "Wildpferde Campo Pond" hat sogar die Vereinten Nationen überzeugt, es wurde 2016 als UN-Dekade-Projekt "Biologische Vielfalt" ausgezeichnet.